Massive Gefangenenbeschwerde

Von 27 Gefangenen aus Berlin Tegel sind beim AkS Beschwerden eingegangen.

Trotz mehrfacher Beschwerden bei der JVA-Leitung und anderen Stellen wegen Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch durch einen Gruppenleiter bleibt bisher alles beim Alten. Die Gefangenen verlieren nach und nach das Vertrauen in den Strafvollzug und schreiben über ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Ohnmacht und Perspektivlosigkeit in ihrer Abteilung; eine große Kälte wird spürbar.
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Der AkS hat die JVA-Leitung Berlin-Tegel um eine Stellungnahme gebeten und die "Petition" der Gefangenen kommentiert an das Berliner Abgeordnetenhaus zur Bearbeitung weitergeleitet. Inzwischen ist ein weiterer Brief des Interessenvertreters Heiko Bondieck bei uns eingegangen, handschriftlich, die zuvor benutzte Schreibmaschine wurde ihm entzogen. Die Zahl der Unterzeichner ist auf über 30 angestiegen, die angespannte Situation ändere sich jedoch nicht; man versucht eine bekannte Übung:........Aussitzen.........!!! Zum Lesen dieses weiteren Briefes klicken Sie hier ...

Berlin, den 02.05.2012. Aus einem weiteren Brief von H. Bondieck zur weiteren Entwicklung in dieser Sache, sinngemäß:

Es ist keinerlei positive Veränderung durch die Sammelpetition erfolgt. Die Klage (§ 109 StVollzG) auf Wechsel der Gruppenleiterzuständigkeit wurde von der StVK – erwartungsgemäß – verworfen. Die JVA-Leitung stellte eine Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Herrn Bondieck. Nach gründlich-massiver Haftraumkontrolle (Verwüstung) und schweren Repressalien beschreibt Herr Bondieck seine derzeitige Verfassung so:

Zitat: Nach 5 Jahren ergebnislosen Kampfes gegen ein perfides Strafvollzugssystem und dessen Unrecht, stehe ich nun kurz vor einem ausgeprägten "Burn-Out-Syndrom". Meine soziale Existenz wurde durch den Strafvollzug vernichtet und es ist unklar, ob ich mich von diesem Eingriff je gänzlich zu erholen vermag. In jedem Fall bedanke ich mich bei Ihnen und der Familie A....(Anmerkung: Unterstützerfamilie) für Ihr aufrichtiges Engagement.

Es lässt mich hoffen, dass die Gesellschaft eines Tages eine grundlegende Reformierung des Strafvollzugs erwirkt.

Mit hochachtungsvollen u. freundlichen Grüßen Heiko Bondieck